In der Ferne - Kuba

Das gibt's hier:

Kuba

Mexico

USA

Reiseziel (Ort):

Varadero

Besonderheiten:

Rundreise "Westliches Kuba"

Unterkunft: Hotel Brisas del Caribe Reisebericht von: Yvonne und Marcus Reisejahr: 1998

Unser dritter gemeinsamer Sommerurlaub führte uns auf die wunderschöne Karibik-Insel Kuba.

Bild vergrößernWir hatten uns im Hotel Brisas del Caribe in Varadero eingemietet.

Am 1. Tag nach unserer Ankunft wurden wir von einem Bus zu unserer Rundreise abgeholt.
Die Fahrt ging nach Havanna zu unserem 1. Ziel, Abendessen und Übernachtung im Hotel Comodoro.
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Am nächsten Tag haben wir uns bei einer Stadtrundfahrt die weltberühmte Bar „La Bodeguita del Medio“ angesehen, in der Hemingway seine Mojitos trank. Nur angesehen deshalb, weil es unmöglich war, bei so vielen Menschen bis an die Bar hervorzudringen.

In Pinar del Rio haben wir uns eine Zigarrenfabrik, in der die echten Havanna-Zigarren hergestellt werden, angeschaut. Das wunderschöne Valle de Vinales (Tal der 1000 Palmen) gehört auch zum Bezirk von Pinar del Rio. Dort haben wir in einer typisch kubanischen „Hütte“ zu Mittag gegessen.

Nach dem Essen, genau zum richtigen Zeitpunkt, haben wir noch eine Schnapsfabrik inklusive Schnapsprobe besucht.

Bild vergrößernAm Abend hat uns die weltberühmte Tropicana-Show mit ihren karibischen Rhythmen und Gewändern verzaubert. Eine Veranstaltung, die Sie sich in Havanna auf keinen Fall entgehen lassen sollten!

Am nächsten Morgen ging die Fahrt weiter zum Jardin Botanico National (Botanischer Garten Kuba).
Dort können Sie die Flora Kubas und der übrigen tropischen Regionen der Erde bewundern. Nach einem Erfrischungsgetränk ging die Reise weiter zum Haus und heutigen Museum von Hemingway.

Der Besuch einer Krokodil-Aufzuchtfarm sollte ein weiterer Höhepunkt unserer Rundreise sein.

An diesem Tag herrschte eine brütende Hitze, wie so oft hier auf Kuba. Aber das dort gesehene entschädigte uns für die Strapazen. Von dort aus fuhren wir mit einem Boot durch die Mangrovensümpfe zu dem Feriendorf Guama. In Guama haben wir zu Mittag gegessen. Auf dem Speiseplan stand natürlich, wie konnte es denn anders sein, Krokodilfleisch. Mein Mann und ich haben uns für Krokodil als Vorspeise entschieden.

Das Fleisch ist etwa so hell wie Geflügel und schmeckt etwas nach Fisch und Meerwasser. Normal soll es recht zart sein, ich nehme an, unseres war schon etwas in die Jahre gekommen. Wie sagt man so schön - man kann es essen, aber wir haben es nicht zu unserer Leibspeise erklärt.

Ein Ausflug nach Trinidad mit dem Besuch einer Kirche, einem Bauernmarkt und einer kubanischen Bar mit karibischen Rhythmen stand am nächsten Tag auf dem Programm. Die Fahrt ging über die bekannte „Schweinebucht“ (aus der Revolutionszeit) nach Cienfuegos weiter. Dort haben wir einige Zeit auf einem Markt und einer Stadtbesichtigung verbracht.

Das für „Che“ Guevara errichtete Mausoleum frischte unsere geschichtlichen Kenntnisse wieder etwas auf. Die Geschichte, wie das damals alles so mit „Che“ und Fidel Castro war, würde jetzt an dieser Stelle zu weit führen. Aber interessant war es auf alle Fälle!

Die Nacht verbrachten wir (so schien es jedenfalls von außen) in einer Lehmhütte mit Strohdächern. Von innen konnte man erkennen, dass die „Hütte“ recht komfortabel mit richtigen Fenstern und einem Dach ausgestattet ist. Ich war sehr beruhigt, denn die Gewitter auf Kuba sind zwar meist nur kurz aber dafür sehr heftig. In der Regenzeit, ich glaube das ist von Mai/Juni bis September/Oktober, gibt es wahrscheinlich keinen Tag, an dem man nicht ein paarmal von einem Platzregen oder einem heftigen Gewitter überrascht wird.

Auf der Rückfahrt zu unseren Hotels machten wir noch einen Abstecher mit einer Stadtbesichtigung nach Santa Clara. Dort ist die Stelle zu besichtigen, wo aufgrund des Ausschaltens eines Nachschubzuges die Rebellen einen entscheidenden Sieg erringen konnten.

Am Hotel angekommen, hatten wir im Hotel Brisas del Caribe in Varadero noch weitere 8 Tage schönen Badeaufenthalt.

Eins muß man unbedingt noch erwähnen: die Autobahnen auf Kuba! Sie nennen sich wohl so und sind auch so breit gebaut, daß man fast immer 3 Spuren in jede Richtung darauf markieren könnte. Von Markierungen ist jedoch keine Spur zu sehen. Dafür hat es jede Menge Schlaglöcher, in denen man ganze Babys verstecken könnte, was gelegentlich zu abenteuerlichen „Ausritten“ des Busses auf den unbefestigten Mittelstreifen zur Folge hatte.

Außerdem gibt es auf Kubas Autobahnen eigentlich nichts, was einem dort nicht begegnen könnte: Autos, Laster, Busse, Motorräder, Mofas, Fahrräder, Ochsenkarren, Eselreiter und jede Menge Fußgänger. Auch das „Transportsystem“ ist phantastisch: scheinbar nicht fertig gebaute „Brücken“ dienen als Unterstellplatz, staatliche Mitarbeiter halten sämtliche nicht beladenen LKW’s bzw. nicht gefüllten Busse (nicht Tourismusbusse) an. Diese müssen dann „Reisende“ mitnehmen, überfüllte Ladeflächen von Lastern sind da keine Seltenheit.

Kuba ist zwar ein sehr armes und immer noch sozialistisches Land, dennoch sind wir von den „Einheimischen“ jederzeit herzlich aufgenommen worden.

Die Hotels sind sehr gepflegt und liebevoll eingerichtet, z.T. hatten wir als Touristen nicht den Eindruck, als könne in diesem Land etwas fehlen. Leider ist das nicht die Wirklichkeit. Kubaner sind sehr froh und dankbar, wenn sie von den Touristen Dollars zugesteckt bekommen. Nur dann können auch sie in den sog. Dollar-Läden (dort bekommt man wirklich alles wie z.B. Ariel) einkaufen. Ohne Dollars bleibt nur das Einkaufen in den kubanischen Geschäften. Dort werden nur sehr wenige Grundnahrungsmittel angeboten. Fleisch erhält man nur einmal im Monat mit einer Fleischmarke. Hat es kein Fleisch mehr, dann hat man einfach Pech gehabt. Die Fleischmarke verfällt d.h. sie kann nicht im nächsten Monat eingelöst werden. Deshalb wunderten wir uns, wie Kubaner mit dieser Situation umgehen bzw. wie fröhlich und lebenslustig sie durchs Leben gehen.

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Kuba war mit seinen Stränden, Sonnenuntergängen, Hotels und kulturellen Möglichkeiten für uns eine der schönsten und sehenswertesten Reisen, die wir bis jetzt gemacht haben. Wir können sie wärmstens an Sie weiterempfehlen.

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