Last but not least - Husten - wie lange darf er dauern?

Das gibt's hier:

Krankenversicherung 2004

Husten - wie lange darf er...

Husten - wie lange darf er dauern?


Eine Erkältung, eine Angina oder auch eine echte Grippe sind Angriffe auf das Atemsystem. Sie sollten möglichst bald mit rezeptfreien Medikamenten aus der Apotheke behandelt oder mitbehandelt werden, da sonst die Gefahr besteht, dass sich zusätzlich Bakterien auf den geschwächten Schleimhäuten der Atemwege einnisten. Sofern es sich bei den Betroffenen nicht um Patienten handelt, die sich aus anderen Gründen gleich in ärztliche Behandlung begeben sollten, reicht eine symptomorientierte Therapie, da Antibiotika gegen Viren wirkungslos sind.



Bei den klassischen Hustenmitteln wird grundsätzlich zwischen zwei Wirkstoffgruppen unterschieden:

  • Schleimlösern (Expektorantien) für die Behandlung von Sekretstörungen
  • Hustenblockern (Antitussiva) gegen trockenen Reizhusten.

Es kann sinnvoll sein, tagsüber mit Expektorantien zu therapieren, um das Abhusten zu unterstützen und am Abend ein Antitussivum einzunehmen, um den Schlaf zu fördern.


Kommt zu dem viralen Infekt eine durch Bakterien hervorgerufene Sekundär- oder Superinfektion hinzu - erkennbar daran, dass die Farbe des Sputums von weiß-grau nach eitrig-gelb oder grünlich wechselt - sollte der Arzt konsultiert werden. Die Entwicklung einer Lungenentzündung (Pneumonie) kann jetzt nicht ausgeschlossen werden. Unter normalen körperlichen und immunologischen Bedingungen dauert eine akute virale oder bakterielle Bronchitis in der Regel ein bis zwei Wochen. Ein Husten, der länger andauert, bedarf einer differenzierten Diagnose.


Husten - wann sollte ein Arzt aufgesucht werden?

Laut Statistik leidet bei uns jeder zehnte Erwachsene an einem überempfindlichen Bronchialsystem. Und der jährliche Zuwachs an Neuerkrankungen wie Asthma und Bronchitis liegt zwischen drei und fünf Prozent. Weil sich hinter manchem Husten eine ernsthafte Erkrankung verbergen und auch ein harmloser Erkältungshusten sich zur chronischen Bronchitis ausweiten kann, sollte in folgenden Fällen der Arzt konsultiert werden:

  • Hustenanfälle mit hohem Fieber
  • gelblich-grüner, eitriger oder blutiger Auswurf
  • schnelle, mühsame Atmung
  • Schmerzen beim Atmen und Husten
  • Husten, der besonders nachts zwischen zwei und vier Uhr auftritt
  • Husten, der in gleicher Stärke länger als fünf Tage anhält


Bei jedem Husten sollten folgende Personengruppen einen Arzt aufsuchen:

  • Schwangere und Mütter, die stillen
  • Säuglinge und Kleinkinder
  • wer Medikamente gegen hohen Blutdruck einnimmt


Erkrankungen, die mit Husten einhergehen:

  • Infektionen der Luftwege durch Viren und Bakterien: akute Bronchitis, Masern (im Frühstadium), Keuchhusten, Lungenentzündung, Tuberkulose, Diphtherie
  • allergische Reaktionen: Bronchialasthma
  • chronische Erkrankungen: einfach-chronische und chronisch-obstruktive Bronchitis (geht mit Atemnot einher), Bronchialasthma, Mukoviszidose
  • andere Erkrankungen: Lungenkrebs, Metastasen, Herzinsuffizienz, berufsbedingte Lungenleiden

© Boehringer Ingelheim Pharma KG - Vertriebslinie Thomae 2001. Alle Rechte vorbehalten

Mit jedem Klick unterstützen Sie uns:

© Copyright 2003 Freizeit-und-Familie.de - Impressum | Presse